Medienmitteilung: Mahir Suljovic ist neuer SP-Präsident
Pressemitteilung 18.05.2026
Die Nidwaldner Sozialdemokraten stellen die Weichen neu und erneuern ihre personelle Zusammensetzung. Mahir Suljovic ist neuer SP-Präsident. Er folgt auf Beat Ettlin.
Die Nidwaldner Sozialdemokraten versammelten sich im Kulturraum Bücher von Matt zu ihrem Parteitag. Dabei blickte der Kantonalpräsident Beat Ettlin auf ein intensives und erfolgreiches Jahr zurück und zog Bilanz. Mit der Initiative für mehr Unabhängigkeit im Regierungsrat haben SP und Grüne die problematische Verflechtung von Politik und Wirtschaft sichtbar gemacht. Dass die bürgerliche Mehrheit sich der Kritik weitgehend verschlossen hat, bezeichnete der SP-Vorsitzende als sehr bedenklich.
Die Landratswahlen wurden ebenfalls thematisiert – sie sind für die SP erfolgreich verlaufen. Die Partei konnte an Wähleranteil und um einen Sitz zulegen. Grundlage des Erfolgs war ein starkes und breites Kandidatenteam. Die SP stellt im Landrat zusammen mit den Grünen sicher, dass das ganze politische Spektrum abgebildet wird. Auch im Landrat müssten kritische Stimmen platziert werden. Zahlreiche Stimmen bedauerten, dass keine linke Partei bei den Regierungsratswahlen vertreten war.
Es fehle der aktuellen Regierung an Geschlossenheit, hielten die SP-Landräte in ihrer
Jahresrückschau fest. Die Regierung wirke wenig abgestimmt, es fehle eine gemeinsame Strategie und die anstehenden Herausforderungen (bezahlbarer Wohnraum, Personalmangel, kantonale Immobilien, Spital) würden, wenn überhaupt, isoliert und konzeptlos angegangen.
Mahir Suljovic ist neuer SP-Präsident
Neue Gesichter sorgten für frischen Wind im Vorstand. Der Parteitag wählte Mahir Suljovic aus Hergiswil zum neuen SP-Präsidenten. Er folgt auf Beat Ettlin. Der 35-jährige Produktionsplaner / Prozesstechniker HF bringt neue Impulse und steht für die Erneuerung und Verjüngung der Parteiführung. In einem traditionell bürgerlich-konservativen Kanton ist linke Politik mit besonderen Herausforderungen verbunden. Es braucht Mut und Beharrlichkeit. «Ich will auf die Menschen zugehen und ein offenes Ohr für ihre Anliegen haben», erklärte der neue Präsident. Weiter ist ihm wichtig, dass Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen gestärkt würden.
Dazu gehöre insbesondere die Förderung von bezahlbarem Wohnraum. Der neue Vorstand der Nidwaldner SP: Mahir Suljovic (Präsident), Christine Michel, Saskia Grütter, Patrick Keller, Thomas Mathis, Hubi Würsch, Beat Ettlin.
SP gegen übermässige Steuerentlastung für Reiche
Benno Zurfluh (Grüne) präsentierte im Namen des Referendumskomitees die strittigen Punkte der Revision des Steuergesetzes. Die SP stellte sich einstimmig hinter das konstruktive Referendum zur Steuergesetzrevision. Die Progression ist die zentrale Stellschraube für eine gerechte Steuerpolitik. Der ursprüngliche regierungsrätliche Vorschlag sah in erster Linie die Entlastung von unteren und mittleren Einkommen vor. Die Partei hätte sich hinter den Vorschlag gestellt. Der Kurswechsel im Landrat und die übermässige Entlastung von hohen Einkommen befanden die am Parteitag anwesenden Mitglieder als stossend und für nicht nachvollziehbar. «Die steuerliche Bevorzugung von hohen Einkommen geht zu weit» hob Landrat Daniel Niederberger hervor. Steuersenkungen für Reiche verschärfen laut der SP die soziale Ungleichheit, heizen die Mieten und Immobilienpreise an und verstärken die Verdrängungstendenzen im Wohnungsmarkt.
SP unterstützt neue Kollegi-Sporthalle
Die SP sagt klar Ja zum Kredit für den Neubau der Kollegi-Sporthalle. Der Bedarf für eine neue Sporthalle ist unbestritten. Vielmehr sorgte die Bauerschliessung durch die Mürgstrasse für Diskussionen. Es ist unverständlich, dass für ein derart grosses Bauprojekt keine separate Bauzufahrt vorgesehen ist. Landrat Hubi Würsch verlangte eine Anpassung der Ausführung durch die Baudirektion.
Nein zur «Keine 10 Millionen Schweiz»-Initiative und Nein zur Änderung des Zivildienstgesetzes
Die SP lehnt die SVP-Initiative «Keine 10 Millionen Schweiz» klar ab. Die Initiative würde die Kündigung der bilateralen Verträge mit der EU erzwingen und die Schweiz ins Chaos stürzen. Ebenfalls die Nein-Parole beschloss der Parteitag zum neuen Zivildienstgesetz. Zivildienstleistungen in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen und Schulen sind unentbehrlich. Für die SP ist der Zivildienst ein unverzichtbarer Bestandteil des Miliz- und Solidaritätssystems.
Vorstand SP Nidwalden